5. Umdenken ist erforderlich!

Das ist leichter als man denkt und wirkungsvoller als man glaubt. Prophylaxe beginnt bei den werdenden Eltern, Großeltern oder Geschwistern. Ist ihr Gebiss saniert und wenig infektiös und vermeiden sie Speichelübertragung, können sie dem Neuankömmling auch keine Bakterien übertragen. Eine hohe Verantwortung!

Denn wenn dies gelingt, so haben modernste DNA-Analysen bewiesen, ist die kindliche Mundflora nach einigen Jahren so stabil, dass danach lebenslang (!) kaum noch ein Erkrankungsrisiko besteht!

Speicheltests bei Kind und Familie, Mundhygieneanleitungen, Ernährungsberatung, Gebissuntersuchungen (ggf. Sanierung) und natürlich professionelle Zahnreinigung können hierbei wirkungsvolle Unterstützung leisten. Mit Erscheinen des ersten Zahnes sollte beim Säugling dann auch das Zähneputzen beginnen.

Achtung auch bei der Auswahl der Tees und Breie. Vermeiden Sie eine "Süßprägung"! Schon hier ist Ernährungsberatung dringend angezeigt. Putzen sie neben dem Kind möglichst lange selbst aktiv das kindliche Gebiss. Nur so werden Zähne und Zahnfleisch auch wirklich sauber.

Putzen Sie wenigstens morgens und abends NACH den Mahlzeiten. Benutzen Sie die geeignete Putztechnik. Lassen Sie sich zu der für Ihre spezielle Gebisssituation optimale Zahnputztechnik in der Zahnarztpraxis beraten. Benutzen Sie die richtigen Hilfsmittel, denn nur mit dem richtigen „Werkzeug" lassen sich optimale Ergebnisse erzielen. Das spart sehr viel Mühe und steigert die Qualität.

Benutzen Sie geeignete Flouride in Zahncremes und Spülungen. Lassen Sie sich mindestens zweimal im Jahr, in bestimmten Phasen ist es auch öfter nötig, zahnärztlich untersuchen und ggf. auch behandeln.